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Themen - Natürliches Meerwasser - Elemente
Bor - (Borum) - B
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Bor kommt auf der Erde ausschließlich in der Form von Borverbindungen vor. Mit einer durchschnittlichen Molarkonzentration von 4,16.10-4 mol/l ist Bor an der zehnten Stelle der häufigsten Elemente im Meerwasser. In Maßeinheiten ausgedruckt ist die durchschnittliche Borkonzentration 4,5.10-3 g/l (4,5 mg/l).


 
 

Bor - (Borum) - B

B

Bor kommt auf der Erde ausschließlich in der Form von Borverbindungen vor. Mit einer durchschnittlichen Molarkonzentration von 4,16.10-4 mol/l ist Bor an der zehnten Stelle der häufigsten Elemente im Meerwasser. In Maßeinheiten ausgedruckt ist die durchschnittliche Borkonzentration 4,5.10-3 g/l (4,5 mg/l).

Erscheinungsformen

Bor kommt im Meerwasser in zwei gleichgewichtigen Formen vor (H3BO3 – Borsäure und B(OH)4-). Obwohl relativ wenig bekannt, trägt nur Kohlenstoff zur Pufferfähigkeit des Meerwassers mehr bei als Bor.

Anteil an der Pufferfähigkeit des Meerwassers:

  • 94% Kohlenstoff – HCO3-, CO32-
  • 5% Bor – B(OH)4-
  • 1% Andere

Biogene Rolle

Nach dem aktuellen Stand des Wissens über die biogene Rolle von Bor kommt man zur Schlussfolgerung, dass zwar seine Unentbehrlichkeit bewiesen ist, gleichzeitig aber seine genaue Rolle relativ wenig verstanden wird. Der Einfluss der Borkonzentration auf die Fixierung von Luftstickstoff wurde an Blaualgen untersucht. Die Einstellung der Aktivität des Enzyms Nitrogenase und des Wachstums bei einigen Sorten von Blaualgen (Nodularia sp., Chlorogloeopsis sp., Nostoc sp.). wurde der Abwesenheit von Bor zugeschrieben. In diesem Fall kam es nachweislich zu negativen Änderungen in der Morphologie von Heterocysten – spezialisierten Zellen, unentbehrlich zur organischen Fixierung des Luftstickstoffs.

Zyanobakterien, oder Blaualgen, erzeugen einen eigenen Bakterienstamm, der seine Energie durch Photosynthese bekommt und sowohl auf dem Land, als auch in den Ozeanen lebt. Sie haben einen wesentlichen Anteil am Stickstoffzyklus des Ozeans. Einige Blaualgensorten koexistieren in Korallenzellen mit Zooxanthellen, wo sie das Enzym Nitrogenase erzeugen.

Dank seiner Fähigkeit, die Dreifachbindung des Stickstoffmoleküls zu reduzieren, wird dieses Enzym zur Fixation von Stickstoff im allgemeinen benutzt – es handelt sich um den einzigen Weg einer regressiven Nutzung von molekularem (atmosphärischen oder im Meerwasser gelösten) Stickstoff für lebende Organismen. Blaualgen und andere Bakterien steigen in diesem Prozess als Symbionten ein, da die größte Mehrheit von Pflanzen und Tieren nicht die Fähigkeit besitzt, von sich aus molekularen Stickstoff zu binden. Bakterien erzeugen Nitrogenase, und benötigen dafür unbedingt eine Quelle von Spurenelementen, wie z.B. Eisen, Molybdän und andere.

Weiterhin wurden die Konzentrationsänderungen von einigen Neben- bzw. Spurenelementen – unter anderem auch von Bor - im Korallenskelett untersucht. Die Ergebnisse der Langzeitversuche haben eindeutig eine direkte Abhängigkeit zwischen der Borkonzentration und dem Korallenriffwachstum und damit auch mit der Photosynthese (Zooxantellen, Phytocyste) gezeigt. Das Einhalten der richtigen Borkonzentration in Behältern mit überwiegend Steinkorallen ist also unentbehrlich.

Zusammenfassung

Vorkommen im Meerwasser:
H3BO3 a B(OH)4-
Empfohlene Konzentration:
4,5 mg/l (4,4 – 4,8 mg/l)
Einfluss auf:
Alkalinität (Pufferfähigkeit) des Meerwassers; Wirbellose
Biogenne Rolle:
Korallenwachstum

Literaturquellen

An Introduction to the Chemistry of the Sea, Michael E. Q. Pilson, Pearson Education
Boron Requirement in Cyanobacteria Its Possible Role in the Early Evolution of Photosynthetic Organisms. Ildefonso Bonilla , Mercedes Garcia-González , Pilar Mateo , Plant Physiol. 1990 Dec ;94 (4):1554-1560 16667889
Trace metals in corals--hind casting environmental chemical changes in the tropical Atlantic waters Holmes, C W, Koenig, A, Ridley, W I, Wilson, S A Eos Trans. AGU, 83(47), Fall Meet. Suppl., Abstract xxxxx-xx, 2002, GC21B-0157
Discovery of Symbiotic Nitrogen-Fixing Cyanobacteria in Corals Michael P. Lesser, Charles H. Mazel, Maxim Y. Gorbunov, Paul G. Falkowski

Document C_02_01_01 - VI/2009 - F. Floder

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